Prostata Zyste, Prostatazyste

bitte Teilen
Wenn gefällt bitte bewerten:
[Gesamt:42    Durchschnitt: 3.7/5]

Prostatazyste, Zyste Prostata

Prostata Zyste wird selten diagnostiziert wenn sie keine Beschwerden verursacht. Zysten der Prostata sind ein wenig beachtetes Krankheitsbild in der Urologie, jedoch in systematischen Untersuchungen nicht selten zu finden. Bei einer Größenzunahme mit Beschwerden sind schwierig zu behandeln, da die Zeugungsfähigkeit bedroht ist.

Prostatazysten sind kein Risikofaktor für Prostatakrebs. Das Prostatakarzinom wächst in der Regel nicht zystisch sondern solide.

Symptome bei Prostatazysten

sind abhängig von der Größe und Lage der Prostatazyste:Prostata Zyste, Prostatazyste, Zyste Prostata

  • keine Beschwerden
  • Symptome einer Prostatitis => Prostatitis
  • Hodenschmerzen,
  • Miktions- und Ejakulationsstörungen,
  • Hämatospermie, Blut in Sperma
  • Hypospermie, verminderter Gehalt der Samenflüssigkeit
  • Unfruchtbarkeit,  Infertilität

Es wird zwischen selteneren median (zentral) gelegenen Zysten, die seltener auftreten und häufigeren peripheren Zysten unterschieden.
Median gelegene Zysten,

in der Mittellinie der Prostata sind meistens angeboren: die Müller-Gangzysten und der Utriculus prostaticus (der Überrest des embryonal angelegten Müller-Gangs)

Utrikuluszysten (Hohlraum in der Vorsteherdrüse) sind zum  Teil angeboren Fehlbildungen, wie Hypospadie (eine angeborene Entwicklungsstörung der Harnröhre ), Hodenhochstand und Polypen der Harnrohre.

In aktuellen Studien wurden keine histologischen Unterschiede zwischen beiden den Zysten gefunden, so dass die Bezeichnung „Utrikuluszyste“ für median gelegene Prostatazysten vorschlagen wurde. Obwohl es sich generell um gutartige Fehlbildungen handelt, wurden in der Literatur Einzelfälle von Zystadenokarzinomen beschrieben.

Bei lateral gelegenen Zysten, peripheren Zysten kann es sich um Zysten der Ductus ejaculatorii (Spritzkanal), eine benigne zystische Hyperplasie der Prostata, prostatische Retentionszysten, prostatische Abs­zesse, parasitäre Zysten oder um Zysten der Samenbläschen handeln. Zysten der Ductus ejaculatorii sind meist klein, liegen vor der Mittellinie und können zur Störung bzw. Verschluss der Samenwege führen. Zysten der Samenblasen können durch angeborene oder erworbene Störung des Spritzkanals  verursacht werden.

 

Untersuchungen der Prostata Zyste

  • Transrektale Sonographie
  • Restharnmessung,
  •  Harnstrahlmessung,
  •  Zystoskopie
  • Die MRT/CT-Untersuchung kann Hinweise zur genauen Lagediagnostik oder zum Kontrastmittelverhalten liefern

Therapie der Prostata Zyste

Ist abhängig von dem Leidensdruck und der persönliche Lebenssituation des Patienten. Generell sollten nur Patienten mit Beschwerden therapiert werden.

Bei Beschwerden durch kleine Zysten kann die Resektion des Zystendaches durch die Harnröhre (transurethral) erfolgen.
Bei größeren Prostata Zysten können offen-chirurgische oder laparoskopische Eingriffe notwendig sein. Typische offene Zugangswege sind entweder eine Unterbauch-laparotomie oder der perineale   Zugangsweg (einen Schnitt zwischen Skrotum und Anus).

Die transurethrale Marsupialisation, Schaffung einer breiten Verbindung von der Zyste zur Harnröhre beinhaltet die Gefahr einer Ejakulation rückwärts  in die eröffnete Zystenhöhle. Dieses Verfahren birgt die Gefahr einer retrograden Ejakulation in die Zystenhöhle. Durch die anatomische Nähe des Schließmuskels besteht die Gefahr der postoperativen Inkontinenz.

Alternativ besteht die Möglichkeit einer sonographisch gesteuerten transrektalen oder perinealen Punktion. Bei diesem Verfahren kann weitere Diagnostik durch Analyse des Punktates mit einer Therapie kombiniert werden. Die Punktion birgt aber das Risiko eines Rezidivs.


Last updated by at .

bitte Teilen

Kommentare sind geschlossen.