Prostatasteine

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Prostatasteine, Korpora Amylacea

Als Prostatasteine bezeichnet man kleine, verkalkte Ablagerungen von Prostatasekret.Prostatastein, Korpora Amylacea

Bei einer Prostatahyperplasie (BPH) oder einer Prostataentzündung (z.B. Prostatitis) entsteht in der Prostata Hohlräume die sich mit Prostatasekret füllen. Durch gleichzeitige Verengungen der Drüsenführgänge, kann Prostatasekret nicht abfliessen und sich dort festsetzen. Die Sekrete nehmen dann eine runde, perlartige Form an und verkalken wie Stein zu Prostatasteinen.

Steine in der Prostata sind nichts ungewöhnliches. Diese Steine sind verkalkte Proteinpartikel, welche man als Korpora Amylacea bezeichnet.

Corpora amylacea kommen in der Prostata erwachsener Männer oft zu Hunderten oder Tausenden vor. Prostatasteine können wenige Millimeter und in seltenen Fällen bis zu wenigen Zentimetern  groß sein.

Die kristalline Komponente der Prostatasteine sind vorwiegend als Kalziumphosphat in Form von Hydroxyapatit, wie es auch in der mineralisierten Knochensubstanz geformt.

Da bei ihrer Biogenese offenbar akute Entzündungsprozesse eine Rolle spielen, liegt eine Verbindung zur Entstehung von Prostatakrebs nahe, wo ebenfalls Entzündungsprozesse bei der Entstehung beteiligt sein sollen.

Amyloidose (die Ablagerung dr Steine) selbst ist keine einzelne Krankheit, sondern ein krankhafter Ablagerungsprozess. Sie kann aber zur Chronifizierung der bakteriellen Prostatitis beitragen.
Die Prostatasteine lassen sich bei etwa 75% der Männer mittleren Alters und bis zu 100% im hohen Alter  nachweisen,

Die bisher durchgeführten klinischen Studien zu diesem Thema konnten noch keine definitive Ursache für Prostatasteine finden.

Auffallend ist jedoch dass die Prostatasteine sehr oft in den wegen Prostatakarzinom entferntten Prostata zu finden sind.

In der Regel die Prostatasteine  bereiten keine Beschwerden, in Einzellfällen sind die Beschwerden ähnlich denen einer chronischen Prostatitis. Sie können z.B.  das Wasserlassen stören, zu Schmerzen in der Leisten- und Dammgegend führen.
Prostatasteine kommen recht oft vor, liegen meist in der Peripherie der Vorsteherdrüse.
Gelegentlich können sie leichte Beschwerden verursachen, ähnlich denen bei chronischer Prostatitis. Nur selten lösen sie eine Entzündung aus oder sind der Grund dafür, dass eine chronische Prostatitis trotz Behandlung nicht abklingt. In diesen Fällen kann eine transurethrale Resektion der Prostata (TUR-P) infrage kommen.

Auch mit Stosswellentherapie ist möglich kleine Prostatasteine zertrümmern.
Mögliche Nebenwirkungen sind: Etwas Blut im Urin, manchmal auch in Sperma.

Es gibt keine Möglichkeit, das Entstehen oder das Wachstum von Prostatasteinen zu verhindern.


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