Prostata Funktionen, Krankheiten, Massage


Prostata, der männliche G-Punkt, ihre Funktionen und Krankheiten

 

Prostata oder Vorsteherdrüse befindet sich zwischen der Blase und dem Penis. Sie hat eine  pyramidenähnliche Form.

Sie umschließt ein Teil der Harnröhre. Bei verschiedenen Erkrankungen der Drüse kann zu Problemen beim Wasserlassen kommen.

Echte Prostata, Prostatitis

Prostata, so sieht sie aus

Die Prostata entwickelt sich erst während der Geschlechtsreife zu einem funktionsfähigen Organ und nimmt auch erst dann ihre Arbeit auf. Mit Prostataerkrankungen ist frühestens erst nach der Pubertät zu rechnen.

In einem normalen Zustand, beim jungen Erwachsenen, hat sie dieGröße und Form von einer Kastanie. Mit einer Spitze (Apex) am Übergang in die Harnblase, und einer Basis am Übergang in die Blase. Bei einem 20-Jährigen wiegt sie um die 20 Gramm, das entspricht einer Größe von 3 cm Länge, 4 cm Breite und 2 cm Dicke. Ab dem 30. Lebensjahr beginnt die Prostata aus ungeklärten Gründen langsam zu wachsen. Dieses Wachstum findet vor allem in diesen Teilen der Prostata statt, die die Harnröhre umschließen. Durchschnittlich wächst die Prostata um bis 1 % pro Jahr. Beim  50-Jährigen hat sie ein Volumen um ca. 40 ml. Mit zunehmendem Alter kann sie die Größe von über 200 ml erreichen. im Alter von 80 Jahren wiegt sie um die 60 Gramm. Die Größe kann mit einem Pfirsich verglichen werden.

Die Prostata enthält  ca. 30 bis 50 kleine Drüsen, Muskulatur und Bindegewebe.

Sie produziert nicht nur einen Teil des Spermas, sondern vermengt dieses gleichzeitig mit einem milchigen, vom ph-Wert her leicht sauren Sekret, das den Samen beweglicher und überlebensfähiger macht. Dieses Sekret, mit seinem typischen Geruch, neutralisiert kurzfristig das saure Milieu der Scheide.

wo liegt die prostata

Die Prostata

Diese Mixtur schleudern die Muskelzellen der Prostata bei der Ejakulation mit einem beeindruckenden Tempo von rund 17 Stundenkilometern in die Vagina und bringen den Samen so nahe ans Ei heran. Ohne Prostata ist ein Mann daher zeugungsunfähig.

Von der Drüse wird eine spezielle Substanz, das PSA (Prostata-spezifisches Antigen), zur Verflüssigung der Samen ausgeschüttet. Jede Erkrankung der Prostata kann zu einer Erhöhung des Wertes im Blut führen.

Funktionen der Prostata:

  • Exokrine Drüse (Drüse, die ihre Sekrete mittels eines Ausführungsgangs in einen Körperhohlraum abgibt) aus 30 bis 50 Einzeldrüsen
  • Beschleuniger für den Samenerguss
  • Wahrnehmung für Harn, Orgasmus (der männliche G-Punkt)
  • Schließmuskel für die Harnblase
  • Bakterienfilter für Harnblase, Nebenhoden, Hoden
  • Abgabe von Flüssigkeit bei Ejakulation in die Harnröhre (60 – 70 Vol% des Ejakulats)
  • Erhöhung der Überlebenschancen der Spermien durch pH-Wert (pH 6,4 – 6,8,enthält u.a. saure Phosphate, Zink und Spermin)
  • Verflüssigen des Ejakulats durch Prostataspezifisches Antigen PSA
  • Spermin wirkt bewegungsauslösend für Spermien
  • Versorgung der Spermien mit Energie: Fruktose etc.

Prostata, der männliche G-Punkt

Durch eine sexuelle Stimulation der Vorsteherdrüse (Prostata Massage) kann ein Orgasmus erzeugt werden. Genauso wie der G-Punkt bei einer Frau. Die Prostata wird erst ab einer starken Erregung als erogene Zone aktiv. Die Erregbarkeit der Prostata ist in dem östlichen Kulturkreis seit Jahrtausenden bekannt.

Prostatamassage, Prostata-Melken

Siehe => Prostata-Massage

Eine sanfte Prostata-Massage kann Hämorrhoiden und Risse in der Prostata  lindern.

Eine Prostatamassage nicht bei einem akuten Prostatitis durchführen

Gesundheitsrisiken der Prostata-Massage:

Besonders eine kräftige Prostatamassage kann auch schädlich sein:

  • in Fall  einer akuten Prostatitis kann zu einer bestimmte Art von Gangrän, als Fournier Gangrän oder lokale Cellulite führen,
  • kann auch dazu führen, Sepsis, eine Art Blutvergiftung, hemorrhoidal aufflammen und sogar die Übertragung von Prostatakrebs in andere Teile des Körpers in einigen Einzelpersonen,
  • kann bewirken dass  die Entdarm Bakterien  in die Nebenhoden und in den der Epididymitis eindringen. Es kann dabei auch die Darmwand und viele sensible Nerven beschädigt werden.

Die externe Prostatamassage

funktioniert über den Damm unterhalb der Hoden. Ist nicht so intensiv wie die interne Massage.

Vorsorge Prostata

Um eine Prostatavergrößerung und auch ander ungewünschte Veränderungen der Prostata frühzeitig zu erkennen, sollten sich Männer beim Urologen untersuchen lassen:  ab dem 45. Lebensjahr einmal jährlich, bei  Prostataleiden in der Familie schon ab dem 40. Lebensjah.

Spätestens wenn Männer mehrmals nachts auf die Toilette müssen, sollten sie den Arzt aufsuchen, denn je früher ein Prostataleiden behandelt wird, desto geringer sind die Risiken.

Selbsttest für die Prostata

  •     Verspüren Sie wiederkehrend Schmerzen beim Wasserlassen?
  •     Müssen Sie dabei oft auffallend stark pressen?
  •     Haben Sie manchmal das Gefühl, dass Ihre Blase nach dem Urinieren nicht ganz entleert ist?
  •     Müssen Sie tagsüber häufig mehrmals innerhalb von zwei Stunden aufs Klo?
  •     Stehen Sie nachts in der Regel öfter als einmal auf, um Wasser zu lassen?
  •     Haben Sie mitunter Schwierigkeiten, das Urinieren hinauszuzögern?
  •     Müssen Sie beim Wasserlassen mehrmals aufhören und neu beginnen?
  •     Ist Ihr Harnstrahl auffallend schwächer als früher?

Werden eine oder mehrere Antworten mit Ja beantwortet, sollten Sie sicherheitshalber zur Vorsorgeuntersuchung bei Ihrem Urologen!

Erkrankungen der Prostata, Prostata Probleme

Schwierigkeiten mit der Prostata werden häufig in Form von Infektionen der Prostata auftreten. In einigen Fällen werden diese Probleme fanden auch in Form von Prostatakrebs. Mögliche Ursachen für Prostata-Probleme

 
  • Prostata-Steine in den Drüsen
  • Bakterielle Infektionen in der Prostata
  • Allergien gegen bestimmte Lebensmittel und Getränke
  • Harnsäure Erkrankungen
  • Hefepilz-Infektionen
  • Erhöhte Östrogenspiegel
  • Exzessive Masturbation
 

Gutartige Prostatavergrößerung, benigne Prostatahyperplasie (abgekürzt BPH)

  => gutartige-vergrößerung

Die Bezeichnung setzt sich aus den beiden Wörtern benigne und Hyperplasie zusammen. Benigne bedeutet gutartig,  Hyperplasie bedeutet auf lateinisch Vergrößerung.

Jeder vierte Mann über 50 leidet am Benignen Prostata-Syndrom, das sich in Störungen beim Harnabfluss äußert.  Der Arzt kann eine Ultraschall-Untersuchung sowie Blut- und Urinuntersuchungen vornehmen.

Entzündung der Prostata, Prostatitis

  => Prostatitis

wird durch Bakterien verursacht und betrifft häufig auch jüngere Männer. Sie äußert sich in Fieber und in heftigen Schmerzen beim Wasserlassen und beim Stuhldrang. Sie muss mit Antibiotika behandelt werden.

Neben der akuten Prostatitis kann die chronische Prostatitis auftreten, die sich in Spannungsgefühl, in Störungen beim Sexualempfinden und in Schmerzen im Unterbauch äußert. Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika, Schmerzmitteln und unterstützenden Bädern.

Das chronische pelvines Schmerzsyndrom des Beckens, oder engl. chronic pelvic pain syndrome (CPPS) 

=> Schmerzsyndrom

ist eine Erkrankung, deren Ursache völlig unklar. Sie trifft meistens die  Männer von 25-40 Jahren. Die Beschwerden gleichen denen bei chronischer Prostatitis, ohne dass sich am Ort der Infektion Keime nachweisen lassen.

Für die Behandlung der Erkrankung wird Psychotherapie angewendet. Auch Körpertherapie, Entspannungsübungen (z.B. autogenes Training) und Bäderanwendungen können hilfreich sein.

Hämospermie, Hämatospermie, Blut in der Samenflüssigkeit

Samenflüssigkeit, die aufgrund von Blutbeimengung sich rot oder braun färbt, nennt man Hämatospermie oder Hämospermie. Meistens handelt sich hier um harmlose Blutungen aus winzigen Blutgefäßen der Samenblasen. => Hämatospermie
Auch Ältere Männer, die täglich ASS (z. B. Aspirin®) oder Marcumar® einnehmen, neigen aufgrund des „blutverdünnenden” Effekts dieser Medikamente zur Hämatospermie.

Die Blutung kann auch aus der Prostata stammen. Die meisten Männer erleiden eine Hämatospermie in den ersten Wochen nach einer Prostatabiopsie. Das ist nichts Ungewöhnliches oder gar Grund zur Sorge.

In sehr seltenen Fällen ist die Hämatospermie Anzeichen einer urologischen Erkrankung. Es ist daher sinnvoll, die Störung untersuchen zu lassen – insbesondere, wenn Sie älter als 50 Jahre sind.

Blut im Urin

=> Hämaturie

Eine Prostata Zyste

=> Prostatazyste

wird selten diagnostiziert. Bei einer Größenzunahme mit Beschwerden ist schwierig zu behandeln, da die Zeugungsfähigkeit bedroht ist.

Prostatakrebs  

=> Prostatakrebs Ratgeber

Der friedliche Prostatakrebs wächst langsam und fürt erst spät oder nie zu Symptomen. Der aggressive Prostatakrebs wächst schneller und kann Metastasen bilden, was zu einer Lebensbedrohung führen kann.

Probleme beim Wasserlassen, häufiger Harndrang, Schmerzen an der Blase, häufige
Harnwegsinfekte oder gar Blut im Urin können auch auf Blasensteinen deuten.
Eine Ultraschall- oder eine Röntgenaufnahme kann den Verdacht von Blasensteinen bestätigen.Diese Steine sind in der Regel schmerzhaft und bilden häufig Infektionsherde im Blasen- und Prostata-Bereich.
Nicht selten findet sich in der Blase eine ganze Sammlung von Steinen, die alle einzeln behandelt bzw. entnommen werden müssen. Oft die Ursache des Blasensteins ist eine gutartige Vergrößerung der Prostata, die die Blase daran hindert, sich vollständig zu entleeren. “Es kommt zu Ausflockungen von Urinsalzen und zur Bildung von Konkrementen”


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