Prostata Funktionen, Krankheiten

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Prostata – ihre Bedeutung und Funktionen,
der männliche G-Punkt

 

Prostata gehört zu den Geschlechtsorganen ist ein sehr wichtiges Organ im Körper eines Mannes.

Lesen Sie über ihre Bedeutung  und Funktionen. Auf den folgende Seiten können Sie sich informieren über  Prostatabeschwerden und Erkrankungen, sowie über mögliche  Untersuchungen und Behandlungsmethoden. Es gibt auch ein Prostata Selbsttest.

Wo liegt die prostata? unterhalb der Blase

 

Was ist die Prostata

Prostata ist eine Vorsteherdrüse die sich zwischen der Blase und dem Penis befindet, liegt direkt unterhalb der Harnblase.
Sie umschließt ein Teil der Harnröhre.
Die Spitze der Prostata (Apex) liegt am Übergang in die Harnröhre und die Basis am Übergang in die Blase. Die Harnröhre in der Prostata hat keine Wand, die Harnröhre geht direkt in die Prostata, es gibt keine Wand dazwischen.

Prostata besteht aus Einzeldrüsen, Muskelfasern und Bindegewebe und ist von einer Kapsel umschlossen.
Während des Wasserlassens verschließt sie wie ein Ventil den Samenleiter und Drüsengänge und schützt diese so vor dem Eindringen des Urins.

Vorsteherdrüse, diese Bezeichnung kommt aus griechischen prostates  „Vorsteher“:  pro „vor“ und  statos „stehend”.

Bei verschiedenen Erkrankungen der Prostatadrüse kann zu Problemen beim Wasserlassen kommen.

Die Prostata enthält  ca. 30 bis 50 kleine Drüsen, Muskulatur und Bindegewebe.

Prostata produziert einen Teil des Spermas (ca. 30% der Samenflüssigkeit), einen milchigen, leicht sauren Sekret, das  den Samen beweglicher und überlebensfähiger macht; pH 6,4 – 6,8, enthält u.a. saure Phosphate, Zink und Spermin.
Spermin wirkt bewegungsauslösend für Spermien und versorgt die Spermien mit Energie: Fruktose etc.

Dieses Sekret wird durch das Zusammenziehen von Prostatamuskeln explosionsartig durch die Harnröhre im Strahl geschleudert.

Die Muskelzellen der Prostata  schleudern bei der Ejakulation das Sekret mit einem  Tempo von rund 17 Stundenkilometern in die Vagina und bringen den Samen an das Ei. Das saure Milieu der Scheide wird dabei neutralisiert.

Von der Drüse wird eine spezielle Substanz, das PSA (Prostata-spezifisches Antigen), zur Verflüssigung der Samen ausgeschüttet. Jede Erkrankung der Prostata kann zu einer Erhöhung des Wertes im Blut führen.

Prostatasekret hat einen eigenen sehr typischen Geruch.
Ohne Prostata ist ein Mann zeugungsunfähig.

Wichtigste Funktionen der Prostata im Übersicht:

  • produziert ein milchiges, leicht saures Sekret, bildet wichtige Bestandteile des Ejakulats
  • verflüssigt das Ejakulat durch Prostataspezifisches Antigen PSA
  • bei Ejakulation beschleunigt die Abgabe von Sekret  in die Harnröhre
  • ersorgt Spermien mit Energie: u.a. Fruktosec.
  • verfügt über Schließmuskelfunktion für  Harnleiter
  • verfügt über Schließmuskelfunktion für  Samenleiter
  • filtert Bakterien für Harnblase, Nebenhoden und Hoden

Prostatagröße, Prostatagewicht

Prostata, Bild, Aussehen, Echte Prostata

Echte Prostata nach einer OP

Die Prostata entwickelt sich erst bei jungen geschlechtsreifen Jugendlichen zu einem vollständig funktionierenden Organ.
In einem normalen Zustand, beim jungen Erwachsenen, hat sie die Größe und Form von einer Kastanie (ca. 20 g).

Beim Neugeborenen wiegt die Prostata nur 1-2 Gramm.
Während der Pubertät wiegt sie schon ca. 15 g.
Bei einem 20-Jährigen wiegt sie um die 20 Gramm, das entspricht einer Größe von 3 cm Länge, 4 cm Breite und 2 cm Dicke.
Ab dem 30. Lebensjahr beginnt die Prostata aus ungeklärten Gründen langsam zu wachsen. Dieses Wachstum findet vor allem in diesen Teilen der Prostata statt, die die Harnröhre umschließen.
Durchschnittlich wächst die Prostata um bis 1 % pro Jahr.

Beim  50-Jährigen hat sie ein Volumen um ca. 40 ml.
Mit zunehmendem Alter kann sie die Größe von über 200 ml erreichen.
Im Alter von 80 Jahren wiegt sie um die 60 Gramm. Die Größe kann mit einem Pfirsich verglichen werden.

PSA-Anteil in der Prostata ist von Prostatavolumen abhängig.
Prostatavolumen mit dem Faktor 0,067 multiplizieren ergibt den tPSA-Wert welcher dem “gutartigen” (beningnen) PSA-Anteil entspricht.
Zum Beispiel: bei einem Drüsenvolumen von 65 ml:  65 x 0,067 = 4,355 ng/ml.
Das bedeutet, wenn der PSA-Wert bei Volumen von 65 ml höher ist als  4,4 ng/ml, soll due Ursache  geklärt werden.

Das Prostatavolumen und das Gewicht der Prostata lässt sich mittels des Transrektalen Ultraschalls (TRUS) bestimmen.

Die mit dem Alter wachsende Prostata kann auf die Harnröhre drücken, so dass es zu erschwerten Wasserlassen kommen kann. Zuerst kommt zu vermehrtem Harndrang und häufigem Wasserlassen, später wird das Wasserlassen immer schwerer. Es kann zu  vollständiger Harnsperre kommen.
Durch eine unvollständige Blasenentleerung kann es zu Blasensteinen und Harnwegsinfekten kommen.

Prostata, der männliche G-Punkt

Durch eine sexuelle Stimulation der Vorsteherdrüse (Prostata Massage) kann ein Orgasmus erzeugt werden. Genauso wie der G-Punkt bei einer Frau. Die Prostata wird erst ab einer starken Erregung als erogene Zone aktiv. Die Erregbarkeit der Prostata ist in dem östlichen Kulturkreis seit Jahrtausenden bekannt.

Eine sanfte Prostata-Massage kann Hämorrhoiden und Risse in der Prostata  lindern.
Siehe => Prostata-Massage

Prostata Vorsorgeuntersuchung

Um eine Prostatavergrößerung und auch ander ungewünschte Veränderungen der Prostata frühzeitig zu erkennen, sollten sich Männer beim Urologen untersuchen lassen:  ab dem 45. Lebensjahr einmal jährlich, bei  Prostataleiden in der Familie schon ab dem 40. Lebensjahr.

Besonders wenn Männer mehrmals nachts auf die Toilette gehen müssen, sollten sie sich an einen Urologen wenden.
Je früher Prostatabeschwerden behandelt werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit auf eine Linderung.

Wann sollen Sie zur Untersuchung zum Urologen gehen?

  •  wenn  Sie immer wieder Schmerzen beim Wasserlassen spüren
  •  wenn Sie dabei oft stark pressen müssen
  •  wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie die Blase nicht ganz entleeren können
  •  wenn Sie tagsüber mehrmals innerhalb von zwei Stunden auf die Toilette müssen, ohne viel getrunken zu haben
  •  wenn Sie nachts in öfter als einmal aufstehen, um Wasser zu lassen
  •  wenn Sie Schwierigkeiten haben, das Urinieren zu verzögern
  •  wenn Ihr Harnstrahl schwach ist oder Sie nur kleine Menge Wasser lassen können

Selbsttest für die Prostata

Ein Prostatakrebs verursacht im Frühstadium normalerweise keine Schmerzen oder andere typische Beschwerden.
Prostata Erkrankungen werden oft erst in späterer Phase erkannt.
Mit Selbstest werden besonders Anzeichen für Prostatitis oder Prostatavergrößerung erkennbar.

  •     Verspüren Sie wiederkehrend Schmerzen beim Wasserlassen?
  •     Müssen Sie dabei oft auffallend stark pressen?
  •     Haben Sie manchmal das Gefühl, dass Ihre Blase nach dem Urinieren nicht ganz entleert ist?
  •     Müssen Sie tagsüber häufig mehrmals innerhalb von zwei Stunden aufs Klo?
  •     Stehen Sie nachts in der Regel öfter als einmal auf, um Wasser zu lassen?
  •     Haben Sie mitunter Schwierigkeiten, das Urinieren hinauszuzögern?
  •     Müssen Sie beim Wasserlassen mehrmals aufhören und neu beginnen?
  •     Ist Ihr Harnstrahl auffallend schwächer als früher?

Werden eine oder mehrere Antworten mit Ja beantwortet, sollten Sie sicherheitshalber zur einer Vorsorgeuntersuchung zum Urologen gehen!

Erkrankungen der Prostata, Prostata Probleme

Die häufigsten Erkrankungen der Prostata sind die Prostatitis (Prostataentzündung), gutartige Prostatavergrößerung (BPH) und Prostatakrebs (PCa).
Männer unter 40 Jahren leiden hauptsächlich unter der Prostatitis.
An PCa leiden in der Regel Männer ab dem 45  und an BPH ab dem 50  Lebensjahr.

Mögliche Ursachen für Probleme mit der Prostata:

  • Prostatasteine
  • Prostatazyste
  • Bakterielle Infektionen
  • Allergien gegen bestimmte Lebensmittel und Getränke
  • Harnsäure Erkrankungen
  • Infektionen mit Hefepilz
  • Erhöhte Östrogenspiegel
  • Exzessive Masturbation
  •  altersbedingte Prostatavergrößerung

Gutartige Prostatavergrößerung, benigne Prostatahyperplasie (abgekürzt BPH)

=> gutartige-vergrößerung  Jeder vierte Mann über 50 leidet am Benignen Prostata-Syndrom, Störungen beim Wasserlassen.

Entzündung der Prostata, Prostatitis

=> Prostatitis wird oft durch Bakterien verursacht, Fieber und Schmerzen beim Wasserlassen, Störungen beim Sexualempfinden

Das chronische pelvines Schmerzsyndrom des Beckens, oder engl. chronic pelvic pain syndrome (CPPS) 

=> Schmerzsyndrom  meistens bei Männer von 25-40 Jahren. Die Beschwerden gleichen denen bei chronischer Prostatitis, ohne dass sich am Ort der Infektion Keime nachweisen lassen.

Hämospermie, Hämatospermie, Blut in der Samenflüssigkeit

=> Hämatospermie  wenn Samenflüssigkeit sich rot oder braun färbt. Meistens sind das harmlose Blutungen aus winzigen Blutgefäßen der Samenblasen.

Blut im Urin

=> Hämaturie

Eine Prostata Zyste

=> Prostatazyste  wird nur selten diagnostiziert, bei Beschwerden ist schwierig zu behandeln

Prostatakrebs 

=> Prostatakrebs Ratgeber 


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